Presse Agentur PR Hoch 3
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Aktuelles

24. Juni 2021

Transkriptum curiosum

Hat der ehemalige Bürgermeister von Berlin wirklich etwas mit einer neuen Fertigungsstraße zu tun? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen einem schnuffligen Häschen und einem Teilchenbeschleuniger? Transkripte bieten beim Durchlesen viele interessante, manchmal aber auch äußerst kuriose Infos – vor allem dann, wenn KollegInnen des PRhoch3-Teams das Transkript übernehmen, die beim Gespräch selbst nicht dabei waren.

Wenn wir ein Thema neu in Angriff nehmen, führen wir vorher meist ein Interview mit fachkundigen MitarbeiterInnen unserer KundInnen durch. Damit wir im Zweifelsfall nochmals nachhören können, ob wir alles richtig verstanden haben, fertigen wir davon Mitschnitte an. Sie werden bei Bedarf komplett oder auszugsweise transkribiert. Erledigt das jemand aus dem Team, der bei dem Gespräch nicht mit dabei war, kann es zu Überraschungen kommen. Wenn beim Transkribieren etwas falsch verstanden wurde, kann das auch für Lacher sorgen. Im Fall des Berliner Ex-Bürgermeisters Klaus Wowereit ließ sich das schnell aufklären: In der im Interview besprochenen Fertigungsstraße wurden nicht etwa die Fähigkeiten des Politikers gebraucht, sondern es ging um einen Überbrückungs-Schalter. Genuschelt ausgesprochen klang der Ausdruck „override“ wie Wowereit – und kam genau so auch im Transkript vor.

Etwas komplizierter stellte sich nach einem Medizintechnik-Interview die Lage beim „Häschen“ dar: Wurde der Teilchenbeschleuniger wirklich nach einem plüschigen Tier benannt? Und hatte der Hase vielleicht einen kurzen Hals, ging es also tatsächlich um das Hälschen des Häschens? Nah dran, aber nicht ganz: Gemeint war ein Gerät der Marke Halcyon, die englisch ausgesprochen wird.

Besonders beliebt: Englische Interviews transkribieren

Eine beliebte Fehlerquelle sind außerdem Interviews, die von Nicht-MuttersprachlerInnen aus verschiedenen Ländern (inklusive uns selbst) auf Englisch geführt werden. An die Verstümmelung jedes „th“ durch viele Deutsche, die Menschen anderer Nationen immer etwas grausam vorkommt, haben wir uns längst gewöhnt. Interessant in Transkripten wird es aber dann, wenn beispielsweise SpanierInnen oder ItalienerInnen, die oft sehr gutes Englisch sprechen, die britische Sprache mit ihrem Akzent bereichern: Begriffe wie E-Standardised, jobe oder machinese haben einfach oft ein „e“ zu viel (tatsächlich: standardised, job, machines).

Wobei sich auch englische MuttersprachlerInnen prima missverstehen lassen – gerade dann, wenn sie aus dem rauen Norden Großbritanniens stammen. In einem Transkript kam bei uns die Frage auf, welche ganz besonderen Katzen wohl in den Genuss einer „Brekkie-Therapie“ kommen könnten. Tatsächlich ging es aber um eine hart nordbritisch ausgesprochene Strahlenbehandlung „Brachytherapie“.

Ertappt: Welche Begriffe im Transkript zu oft vorkommen

Interessant ist auch, womit die InterviewerInnen sich beim Nachhören der Mitschnitte selbst überraschen. Hatten sie und die ExpertInnen wirklich so oft das Füllwort „genau“ verwendet? Leider ja: In einem etwa halbstündigen Gespräch insgesamt 42 Mal. Dazu beigetragen haben übrigens alle drei am Gespräch beteiligten Personen – die häufige Verwendung von Wörtern färbt also leider auch noch direkt auf andere ab. Trotzdem: Ein neuer agenturinterner Rekord! Getoppt wurde er höchstens noch durch die Verwendung von „Äh“. Hier liegt die „Bestmarke“ bei mehr als 200 Nennungen in einem 45-minütigen Gespräch – also etwa vier Mal pro Minute. Ein Glück, dass Transkripte nicht veröffentlicht werden – und dass wir meist auch sinngemäß und nicht wörtlich transkribieren und dadurch unnötiges direkt weglassen. Äh, genau!

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Photos by National Cancer Institute/Janan Lagerwall on Unsplash (Bearbeitung: PR hoch drei GmbH)
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